2017 brauchen wir innere Sicherheit. Ein Vorsatz!

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Bob Dylan ist nicht zur Nobelpreis-Verleihung gekommen. Vielleicht ein Glück.
Denn statt seiner, der unbenommen herausragende Texte schreibt,
erschien Patti Smith. Sie ist Lyrikerin, Punkerin, Malerin, Ikone der
amerikanischen Frauenbewegung und Sängerin. Vor allem ist sie das,
was man heute authentisch nennt. Sie spielt keine Rolle, sondern nur
sich selbst. Das macht sie souverän und derart uneitel, dass sie zu
der Ausnahmeerscheinung in Sachen Präsenz zählt. Sie braucht
keine Bühnenshow. Sie musiziert mit ihrer Band. Sie strahlt innere
Sicherheit aus. Das gibt ihr die Kraft, auch wenn sie in einem
entscheidenden Moment  einen Fehler macht, zu unterbrechen,
sich zu entschuldigen und noch einmal anzusetzen. Sie ist absolut pur.
Sie will nichts weiter, als zu performen und nimmt die Risiken des
Scheiterns in Kauf. War es peinlich, ein Gesichtsverlust?
Ein Weltuntergang? Mitnichten!
Es war ein Sonnenaufgang: ein berührender Augenblick, der Nähe
und Menschlichkeit in eine feierliche Veranstaltung brachte.
Das brauchen wir für das neue Jahr.
Perfektion ist betörend, zugegebene Fehler öffnen das Herz.
Ist das ein guter Vorsatz für 2017?
Ja, unbedingt: Mehr innere Sicherheit!

https://www.youtube.com/watch?v=941PHEJHCwU

Eine Antwort

  1. Bettina Gerlach
    | Antworten

    Liebe Uli, das hast du wunderschön geschrieben. Besser kann ich es nicht ausdrücken. Ich hatte gerade ihr Buch MTrain gelesen und war von ihrem Vortrag bei der Nobelpreisverleihung genauso berührt. Wenn die Bekenntnis zur Authentizität deine Marketingstrategie ist, hoffe ich von ganzem Herzen, dass du damit viele Menschen begleitest und das ein Stückchen zu einer wärmeren, glücklicheren und lebenswerteren Welt für uns alle führt. Gerade die Geschäftswelt hat das nötig 🙂
    Herzliche Grüße
    Bettina

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