Vorankommen ganz und gar unmöglich?

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Es wird gestreikt! Alle Räder stehen still. Der Straßenverkehr und wir kollabieren. Stillstand – ein Zeit- und Ressourcenfresser. Er entsteht, wenn sich Beteiligte gegenseitig empfindlich stören und nicht bereit sind, dem anderen Raum zu geben – vorankommen unmöglich!

Der Psychologe Kurt Lewin untersuchte das Phänomen bereits in den 1920er Jahren und entwickelte daraus die Kraftfeldanalyse. Es ist eine einfache, sehr wirksame Methode, mit der festgefahrene Situation effektiv analysiert werden. Stillstand besteht nämlich aus gleich stark treibenden und rückhaltenden Kräften. Schwächt man die rückhaltenden Kräfte, in dem man die verändernden Kräfte stärkt, geschieht schnell ein kleines Wunder: Es läuft wieder!

Stillstand mit Tiefenwirkung.

Inneren Stillstand kennen wir bei uns selbst. Der Psychologe Schulz von Thun spricht von einem inneren Team als Methapher für unterschiedliche Treiber in uns. Dieses Team kann sich so verheddern, dass nichts mehr geht. Die Folge: wir verharren in Situationen, obwohl klar ist, dass sie uns nicht gut tun. Unsere inneren Verhandlungspartner blockieren sich und lähmen unsere Handlungsfähigkeit als Teamleiter. Die Wirkung: wir sind unentschlossen, schlecht gelaunt und wissen nicht, wo es lang geht. Wir verlieren Energie, weil ein Teammitglied schreit: „Die Zeit ist noch gar nicht reif, lass gut sein“, und das andere dagegen hält: „Beweg Dich endlich! Wie lange willst Du noch warten.“ Wir wissen: das kann dauern, weil die Position fest betoniert ist und wir uns uns keinen Millimeter bewegen.

Kann mich mal jemand anschieben?

Ja, denn tatsächlich hilft der Anschub von außen. Jemand, der dabei ist, wenn die leere Batterie durch Anschieben überlistet wird. Die inneren Tepanneam-Mitglieder können ihre Positionen verlassen, behalten aber trotzdem ihre Stimme. Nur bringt die Angst jetzt nicht den Motor zum Stottern, sondern sitzt hinten. Fahrerwechsel: Mut übernimmt das Steuer und Chuzpe schiebt an. Wir nehmen Fahrt auf. Es läuft!

Wissenschaftlich bewiesen ist: Bewegung ist ab einer bestimmten Dauer in Verharrung eine Erlösung. Beinahe egal, ob es abwärts oder aufwärts geht. Deutlich klüger ist es, treibende Kräfte zu stärken. Verbünde Dich mit Menschen, die Dir Anschub geben. Jedes Sportteam arbeitet mit einem Coach. Er sieht, wie das Rennen läuft und welches Tempo den Erfolg bringt. Er checkt das Umfeld, analysiert Wettbewerber und erarbeitet mit dem Team die passende Strategie. Du brauchst sie, um an Dein Ziel zu kommen.

Und, läuft es bei Dir?

Wenn Du wissen willst, wie Du Dich in Bewegung bringst und Deine persönliche Positionierung findest, verbringe eine Rastpause mit mir. Ich freue mich darauf.

Herzlichst Ulrike Mertesacker
Markenexpertin

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